zwei gramm edelstahl reichen aus, um die schwerkraft zu bezwingen.
Es war vermutlich im Jahre 1795, als der Uhrmacher Abraham-Louis Breguet eine Erfindung machen sollte, die noch 200 Jahre später zu den Höhepunkten der Feinuhrmacherei zählt: Beim Tourbillon, zu deutsch „Wirbelwind“, ist das komplette Schwing- und Hemmungssystem in einem - möglichst leichten - Käfig untergebracht. Dieser dreht sich innerhalb einer bestimmten Zeitspanne einmal um seine Achse. Dadurch werden die Schwerpunktfehler im Schwing- system einer mechanischen Uhr kompensiert, da

Entwickelte und konstruierte das Tourbillon: Thierry Albert von der Glashütter Uhrenmanufaktur Nomos.
nun die Schwerkraft von allen Seiten gleichzeitig den Schwung von Unruh und Unruh- spirale beeinflusst. Dieser uhrmacherische Kunstgriff erhöht die Ganggenauigkeit vor allem bei Taschen- uhren, die üblicher- weise immer in der gleichen Position getragen werden.